Als erleb-bar setzen wir seit Herbst 2008 Mitmach-Programme für Kinder und Erwachsene um.

Wir wollen hier unsere Arbeitsweisen darlegen und unsere aktuellen Projekte oder Projektideen vorstellen. Und damit gleichzeitig um deine oder Ihre Unterstützung bitten und zur Mitwirkung einladen. Wir würden uns freuen, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen.

Für die konzeptionelle Unterstützung bei unserer Projektsammlung 100% gestalten bedanken wir uns bei
team2team
und
KinderMannFrau

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Expeditionen ins Connewitzer Holz

Seit Langem wünschen wir uns Mitmach-Programme im Themenbereich Umwelt an der erleb-bar. Nun gehen wir das Projekt an. Ziel in den kommenden 12 Monaten ist es, einen modularen Baukasten zu entwickeln, durch den wir flexibel und situativ in der freien Wildbahn Programme auf Augenhöhe mit unseren Teilnehmern umsetzen können.

Durch unsere Programme wollen wir es unseren Teilnehmern und uns selbst ermöglichen, sich die nahe Umwelt zu erschließen und zu Eigen zu machen. Wir betrachten Umwelt als Lebensraum, in dem und durch den wir unsere alltägliche Lebensqualität steigern können.

Wir stehen somit nicht als passive Betrachter einem schutzbedürftigen Abstraktem gegenüber, das möglichst gar nicht angerührt werden sollte. Vielmehr geht es darum zu zeigen, wie man mit einer optimistischen Haltung und realistischer Selbsteinschätzung die Welt ein bisschen schöner machen kann.

KöcherfliegenlarveDieses Projekt wird unterstützt von:

vydraLE und

Ihnen ?

Termine

Samstag, 04. Februar, 12:00 Uhr an der Hakenbrücke – Wir testen Geocaching

Samstag, 03. März – Wir bauen Nisthilfen und eine Wetterstation

Freitag, 06. April – Wir färben Osteier mit Naturmaterial

Sonntag, 08. April – Wir finden unsere selbst gefärbten Ostereier wieder

Samstag, 28. April – Wir schleichen früh morgens durch den Wald und sammeln Vogelstimmen

Sonntag, 03. Juni – Wir probieren die selbst gemachten Geländespiele aus

Samstag, 08. Juli – Wir machen Boden- und Wasserexperimente

Samstag, 04. August – Wir bauen einen Barfuß-Parcours und gehen anschließend auf Nachtwanderung

Samstag, 01. September – Wir bauen Futterhilfen

Samstag, 20. Oktober – Wir ernten gemeinsam Obst

Änderungen vorbehalten

Unsere Vorhaben

Im November 2011 starteten wir bei herrlichem Sonnenschein unsere 1. Expedition mit der Fragestellung: Was du schon immer mal im Wald machen wolltest. Daraus entwickeln wir diese fortzuschreibende Übersicht konkreter Vorhaben. Wir suchen dauerhaft nach weiteren Anregungen, Kritiken und Partnern zur Umsetzung. Fühle dich also eingeladen.

Foto-Wanderungen

Kamerakind auf der ersten Expedition“Eigentlich könnten wir einfach weiter spazieren gehen, oder?” Nach unserer ersten Expedition ins Connewitzer Holz stellten wir fest, dass allein ein sonntäglicher Spaziergang die Sache wert sein kann. Dabei waren unter anderem 2 fitte Rentnerinnen, die in unserer Begleitung Wege genutzt haben, die sie allein nicht gehen würden. So einfach ist das manchmal.

Geprägt von unseren mitwirkenden Fotografen Peggy (KinderMannFrau) und Daniel (vydraLE) haben wir uns zu regelmäßigen Wanderungen entschieden, die wir fotografisch begleiten wollen. Zum einen um des Fotografierens willen, bei Bedarf mit fachkundiger Anleitung in technischen und ästhetischen Fragen. Zum anderen zur Unterstützung anderer Vorhaben. Wir laden öffentlich zu unseren Spaziergängen ein, sie sollen gleichzeitig ein Treffpunkt zum regelmäßigen Austausch über unsere weiteren Vorhaben dienen.

Unser kleiner Lexikon-Verlag

Was frisst welcher Vogel?Klar, so etwas kann man auch kaufen. Jonglierbälle und Schneekugeln kann man auch kaufen. Aber selbst gemacht ist um ein vielfaches schöner und lehrreicher.

Saskia drückte ihr Bedauern aus, Vogelstimmen nicht mehr zu erkennen und unterscheiden zu können. Also machen wir uns daran, unser eigenes Vogelstimmen-Lexikon herzustellen. Inklusive fotografischer Unterstützung, soweit die Piepmätze mitspielen. In ähnlicher Weise werden wir eigene Nachschlagewerke und Bestimmungshilfen für Pflanzen und andere Tiere anlegen.

1001 Nist- und Futterhilfe: Die Literatur gibt unzählbare Tipps und Anleitungen her, wie man Tieren das (Über-)Leben angenehmer machen kann. Aber an unseren Taten wollen wir uns wieder erkennen. Wir probieren also einfach aus, welche Nist- und Futterhilfen mit welchem Aufwand zu bauen sind, wie Tiere und die Umgebung darauf reagieren, wieviel Spaß das tatsächlich macht.

Dass solche Hilfen für Tiere einen fragwürdigen Eingriff in die Natur bedeuten, ist uns bewusst. Wir werden im Einzelfall also fragen müssen, welche Hilfen denn Sinn machen oder was unter Umständen sogar schadet. Wir freuen uns über sachkundige Unterstützung.

Für die Kleingärtner und angehende Land- und Forstwirte wollen wir uns außerdem mit Samen und Saatgut beschäftigen. Auf unserem Versuchfeld, sprich unserem nachbarschaftlichen Hinterhof, läuft seit 3 das Experiment, wie man mit selbst gesammelten Samen einen Garten naturnah begrünen kann. Ohne großen theoretischen Schnickschnack, versteht sich. Wir wollen zusätzlich lernen, Saatgut zu beurteilen. Außerdem planen wir, eine eigene Blumenwiese als Bienenweide anzulegen.

Bauen mit der Natur

Wenn jemand vorhat, mit Naturmaterial zu bauen und zu basteln, drohen Kastanientiere als Staubfänger fürs Fensterbrett oder das nächste überfüllte Mandala, das im besten Falle schön und eines Fotos wert ist, bevor es zusammengefegt frühzeitig in die ewigen Jagdgründe eingeht.

Darauf würden wir gern verzichten und stattdessen Bleibendes und Nutzbares bauen und in Zusammenhänge setzen. Wenn wir natürliche Farben herstellen, dann wollen wir damit unsere Ostereier, unsere selbst gemachte Knete oder einen Florfliegen-Kasten (rot) färben. Insektenstaubsauger und Pflanzenpresse brauchen wir für unsere Lexika, ein Insektenhotel an der Blumenwiese zur Beobachtung oder ein Zapfenhygrometer für eine Wetterstation. Daneben wollen wir versuchen, Gebrauchsgegenstände mit Naturmaterial herzustellen und althergebrachtes Wissen für uns wiederzuentdecken.

Das gilt in besonderer Weise für Kais zentrale Frage, wie er sich denn im Wald ernähren könne. Wir möchten ausprobieren, inwieweit wir uns sinnvoll und vernünftig draußen ernähren können. Und schließen daran die Frage an, inwieweit auch die Herstellung von Kleidung oder anderen Gebrauchsgegenständen möglich ist. Einige Mutige unter uns spielen mit dem Gedanken, zumindest eine Nacht im winterlichen Wald auszuhalten. Wie gesagt, Interessierte sind zur Mitwirkung jederzeit eingeladen.

Forschen – aber authentisch

Wer erinnert sich nicht an die Höhepunkte des Physikunterrichts: Die spannenden Experimente. Vorgeführt von einem wohlmeinenden Lehrer, der sich in Wirklichkeit zumindest inhaltlich zu Tode langweilen musste, denn er kannte das Ergebnis ja bereits. Mit etwas Glück trat der Vorführeffekt ein, das Experiment misslang und der Pädagoge in Kalamitäten stammelte sich zusammen, was eigentlich passieren sollte.

Keschern an der AuwaldstationDabei kann ein Experiment gar nicht misslingen. Es kann aber sehr wohl anders ausgehen als erwartet. Und dann wird es erst spannend, wenn die Suche nach passenden Beschreibungen und Erklärungen beginnt. Allein: Das ist sehr schwierig. Wir wagen uns trotzdem daran, authentische und glaubwürdige Forsch-Angebote zum Mitmachen zu entwickeln. Ohne vorgekaute Ergebnisse und Effekthascherei.

So wollen wir eine Wetterstation zusammen stellen, inklusive eines einfachen Ablegers für den Hausgebrauch zum Selbst-Bauen. Wir wollen an verschiedenen Stellen Boden- und Wasseruntersuchungen machen, die uns ein qualifiziertes Urteil über die bearbeiteten Stellen erlauben. Zu guter Letzt möchten wir uns am Kartieren ausprobieren.

Geländespiele

GeländespieleDer Wald kann ein großer Spielplatz sein. Eine der beiden älteren Damen verriet uns, dass sie noch nie eine Nachtwanderung gemacht habe. Das führt uns zu der Idee, einen Dunkelparcours mit Geräuschen und Gerüchen zu entwerfen. Ein spannender und flexibler Barfuß-Parcours liegt dann nahe. Wenn Steffi 100 Varianten Hasche kennt, dann gibt es auch mindestens 100 Varianten Verstecken.

Dem häufigen Wunsch nach Schnipseljagden und Schatzsuchen wollen wir auf unsere Art nachkommen. Wir wollen aus Beobachtungs-, Orientierungs- und Rätsel-Elementen fertige Geländespiele zusammenstellen, mit denen man recht unkompliziert beispielsweise Kindergeburtstage bereichern kann. Diese Geländespiele wollen wir auszugsweise frei verfügbar im Internet zur Verfügung stellen.


Offenheit statt Mission

Wir entwickeln unseren Programmbereich Umwelt empirie-geleitet und im engen Kontakt mit unseren Teilnehmern. Wir entwickeln frei von missionarischen Attitüden oder dem Vorhaben, Umwelt durch Bildung zu schützen. Vielmehr geht es darum, ganz nah an den Wünschen und Interessen der Mitwirkenden zu entscheiden, was machbar, zielführend und der Umwelt zuträglich ist. Damit wollen wir gleichzeitig unser unternehmerisches Interesse und bürgerschaftliches Engagement miteinander verbinden.

Fachlich arbeiten wir zusammen mit Filip Gutkowski, angehender Forstwirt, und Daniel Scholz, Diplom Naturschutz und Landschaftsplanung und Naturfotograf. Gewünscht sind weitere Kooperationspartner an Hand konkreter Vorhaben und deren Umsetzung.

Dazu veranstalten wir monatliche Expeditionen ins Connewitzer Holz. Während und zwischen den Veranstaltungen nehmen wir Anregungen, Kritiken und Beobachtungen in unsere Konzeption auf und versuchen so, schrittweise das zu machen, was wir und unsere Teilnehmer wollen. Zusätzlich bringen wir im ausgewählten Gebiet einen kleinen Briefkasten an mit der Bitte an Passanten, ihre Wünsche oder Ideen einzuwerfen.


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