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Kirsch-Zimt-Rosmarin-Limo ohne Zuckerzusatz

VogelkirscheIn Leipzig stehen in vielen Parks halbwilde Vogelkirschen. Deren Früchte sind meistens so klein, dass sich die Ernte auf Dauer nicht wirklich lohnt. Dafür schmecken sie an so gut wie jedem Baum etwas anders: Von süß bis knallsauer.

Zum Entsaften solcher Kirschen griffen wir vor Jahren zum Dampfentsafter. Heraus kam frischer, heißer Kirschsaft, der uns beim Verkosten sehr an die Weihnachtszeit erinnerte.

An dieses Geschmackserlebnis erinnerten wir uns bei der Frage, wie sich aus Säften Limonade, am liebsten ohne Zuckerzusatz, herstellen lässt: Weihnachtlich frisch oder sommerlich besinnlich. Viel Know-how braucht es zum Aufwerten von Fruchtsäften nicht – nur etwas Vorstellungsvermögen und ein klitzeklein wenig Mut. Überspitzt ausgedrückt, schmeißen wir in einen fertigen Fruchtsaft hinein, was uns gerade vor die Nase kommt und was irgendwie passend erscheint. Und lassen uns von Ergebnissen wie diesen überraschen.

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Zutaten für KirschlimoWir brauchen

1 l Kirschsaft,
1 Zitrone,
2 bis 3 Esslöffel Honig und
entweder einen halben Teelöffel Zimt oder
einen Zweig Rosmarin oder
eine Nelke.

Die Herstellung von Kirschlimonade ohne Zuckerzusatz ist geheimnisumwittert und das Rezept wird von irischen Hexenzirkeln nur mündlich von Generation zu Generation weitergegeben. Bei zunehmendem Mond wird der Kirschsaft von einer Jungfrau in eine Kanne gegossen. In der folgenden ersten Vollmondnacht wird die gewaschene Biozitrone geschnitten und zugefügt. In der letzten Vollmondnacht wird der Honig von freilaufenden Bienen verschleudert und mit einem Silberlöffel von einer dreifachen Mutter linksdrehend eingerührt. Der Zimt kommt 13 Tage vor Wintersonnenwende, ein frischer Rosmarinzweig 24,5 Tage nach Sommersonnenwende und eine gemahlene Nelke jeweils zur Tagundnachtgleiche in die Kirschlimo.

Alles klar? – Solltest du nun auch nur mit dem Gedanken spielen, diese Anweisungen zu beugen und zu improvisieren, beispielsweise den Honig wegzulassen und dafür gleichzeitig Rosmarin und Nelke hinzuzufügen, sei dir bewusst, dass du ein Bündnis mit dem Teufel eingehst.

Fertige KirschlimoSollte dir keine Biozitrone zur Verfügung stehen, empfehlen wir natürlich, nicht die ganze Frucht in die Limo zu tun, sondern die Zitrone auspressen und nur den Saft zu nehmen. Notfalls hilft auch der Griff zum fertigen Zitronensaftkonzentrat. Auch das ist selbstredend ein Bündnis mit dem Teufel.

So, genug rumgeblödelt. Was wir eigentlich sagen wollen: Kirschlimonade herzustellen, ist keine Hexenwerk, sondern sehr, sehr einfach. Mach es halt einfach, ohne dahinter irgendwelche Superdinge zu vermuten. So eine Limo ist schnell gemacht und sofort genussbereit. Es bietet sich an, sie im Glas etwa 50:50 mit stillem oder sprudelndem Wasser aufzugießen.

Fertige Kirschlimo mit GlasWir nutzen sie meistens 2 bis 3 Tage und füllen immer wieder Saft nach. Je länger die Limo ziehen kann, desto intensiver wird der Geschmack. Je länger sie steht, desto weniger Vitamin C bleibt übrig. Je weiter sie mit Saft gestreckt wird, desto weniger schmecken wir die Zugaben durch.

Irgendwann hat sie genug gestanden, dann wird’s Zeit, sie zu kompostieren.

Um Kirschsaft aufzuwerten, bieten sich außerdem Limette oder andere Zitrusfrüchte an. Als Kräuter oder Wildkräuter denken wir zum Beispiel an Minze, Vanille, Rosenblüten, Kapuzinerkresse. Auch Früchtetee ist eine Option – gern auch in warm.

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Ohne Zuckerzusatz

Immerhin sind wir so ehrlich, vom Zuckerzusatz zu schreiben. Denn von Haus aus haben die meisten Fruchtsäfte einen hohen Zuckeranteil. Sie sind also nicht zwingend ungesund, aber wenn du zuviel Saft trinkst, wirst du trotzdem fett. Und wenn du mit Fruchtsaft den Mund nach dem Zähneputzen ausspülst, wirst du intensiven Kontakt zu deinem Zahnarzt pflegen.

Bilde dir also nicht ein, mit Fruchtsäften immer und überall auf der gesundheitlich guten Seite zu stehen. Zucker ist mindestens eine Frage des Maßes. Einige bewusst lebende Zeitgenossen vermeiden bestimmte Zuckersorten aus guten Gründen ganz.

Andererseits freut sich unser Gehirn über Zucker – beziehungsweise ohne Zucker tut es gar nichts. Wir brauchen ihn also, um als Mensch funktionstüchtig zu sein. Zucker funktioniert in Lebensmitteln als Geschmacksträger und als Konservierungsstoff.

Zucker zu verteufeln, macht aus unserer Sicht wenig Sinn. Zucker hier und da wegzulassen oder durch andere Süßungsmittel zu ersetzen, macht Sinn und Spaß und bereichert unseren kulinarischen Erfahrungshorizont. Im Falle unseres zur Limo gepimpten Kirschsafts ist Zucker jedenfalls ziemlich unnötig. Den vorgeschlagenen Honig kannst du natürlich auch weglassen.




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