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Rezept und Anwenderhinweise für Riesenseifenblasen

RiesenseifenblaseRiesenseifenblasen inklusive der dazugehörigen Lösung selbst zu machen, ist kein Hexenwerk. Ein wenig Konzentration, Sorgfalt und Übung sind hilfreich.

Ich habe einige Rezepte ausprobiert, getestet und zwei davon für geeignet erklärt.

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Rezept mit Traubenzucker und Tapetenkleister

Du brauchst
1 l Wasser
2 Esslöffel Traubenzucker
1 Teelöffel Tapetenkleister
75 ml Neutralseife

Schüssel, Messbecher, Schneebesen, Kochtopf und einen Herd

Zuerst erhitzt du 100 ml Wasser und löst darin die 2 Esslöffel Traubenzucker. Dass sich der Traubenzucker vollständig aufgelöst hat, erkennst du am durchsichtigen Wasser. 300 ml Wasser mischst du mit einem Teelöffel Tapetenkleister. Das restliche Wasser, also 600 ml, kommt in eine große Schüssel, das Zuckerwasser und der Tapetenkleister hinzu. Abschließend gießt du noch 75 ml Neutralseife dazu. Alles kräftig rühren und fast fertig. Jetzt musst du deine Lösung noch einige Stunden ziehen lassen.

Rezept mit Zucker und Glyzerin

Du brauchst
1,5 l Wasser
125 g Zucker
20 ml Glyzerin
250 ml pastöse Neutralseife

Schüssel, Messbecher, Schneebesen, Kochtopf und einen Herd

Du erhitzt 250 ml Wasser und löst darin 125 g Zucker, bis das Wasser klar wird. Wie beim oberen Rezept. Dann mischst du weitere 250 ml Wasser mit 250 ml Neutralseife. Beide Mischungen zusammenschütten und noch 20 ml Glyzerin* dazugeben. Insgesamt noch einen ganzen Liter Wasser unterrühren und das Ganze ruhen lassen.

Platzende Seifenblase
Wir wollen uns natürlich nicht über Gebühr mit fremden Federn schmücken. Wir haben beide Rezept nur getestet, nicht erfunden. Das Rezept mit Traubenzucker stammt von Wissen macht Ah!, das Glyzerin-Rezept von Hannelore Dittmar-Ilgen. Danke dafür.

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Qualitätsrichtlinien

Beim Besorgen und Testen der Zutaten haben wir unter anderem gelernt, dass es sich bei Neutralseife um keine Gattungsbezeichnung für Reinigungsmittel handelt, sondern einen geschützten Markennamen. Wir haben auch normales Spülmittel probiert, müssen aber zugeben: Pastöse Neutralseife funktioniert tatsächlich besser.* Gleiches gilt für destilliertes Wasser an Stelle von Leitungswasser. Mit Premiumzutaten erzielten wir bessere Ergebnisse.

Außerdem empfehlen wir, streng nach Rezept zu kochen. Wir haben natürlich ein wenig experimentiert, mal etwas mehr hiervon, weniger davon. Qualitätssprünge nach oben konnten wir keine verzeichnen. Wenn du also keine neuartige Seifenblasenlösung erfinden willst, halte dich genau an die Mengenangaben.

Blasen machen

Je größer die Blase, desto schlechter lässt sich blasen. Die schönsten, größten Blasen haben wir mit dem Stab-Faden-Gerüst gemacht. Du nimmst zwei Holzstäbe und bindest einen saugfähigen Faden dazwischen. Einen zweiten, etwas längeren Faden knotest du knapp neben den Stäben links und rechts an den ersten Faden. Wenn du die Stäbe auseinanderziehst, hängt der zweite Faden wie ein Bauch unter dem ersten.

Tauche die Fäden in die Seifenblasenlösung, die Fäden müssen komplett feucht werden. Rühre dabei möglichst wenig in der Lösung, sonst entsteht Schaum. Und Schaum verbessert die Seifenblasenqualität nicht.

Blasen machen

Halte deine Stabspitzen eng beieinander, nimm sie langsam und gleichmäßig nach oben, öffne dabei die Arme und ziehe den oberen Faden straff. Am besten geht’s bei einer leichten Brise, die dir quasi natürlich deine Blase bläst. Achte auf die Windrichtung, denn die Lösung ist verdammt klebrig. Nicht besonders appetitlich, wenn dir die Blase direkt am Körper platzt. Dass du den ganzen Spaß im Freien machen solltest, versteht sich von selbst.

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Ab jetzt heißt es experimentieren. Fahre mit den öffnenden Armen durch die Luft, gehe ein paar Schritte oder drehe dich. Bewege dich zügig, aber nicht ruckartig. Bewege dich gleichmäßig, aber nicht zu langsam. Es braucht mitunter einige Zeit, bis Riesenseifenblasen gelingen. Bei kälterem Wetter funktionierst angeblich besser. Unfreiwillig haben wir’s auch im Regen ausprobiert, das halten die Seifenblasen tatsächlich aus.

Blase machen im Laufen

Die zweite getestete Variante: Befestige einen stabilen Drahtring an einem Holzstab. Die Größe kannst du dir selbst aussuchen. Es folgt eine meditative Übung: Umwickle den Drahtring lückenlos mit saugfähigem Faden. Das dauert einige Zeit. Angeblich soll es auch ohne Faden funktionieren, das hat bei uns aber nicht geklappt.

Die Seifenblasenlösung kommt hierfür in ein flaches Gefäß, das deutlich größer als der Ring sein sollte. Tauche den Ring hinein, so dass er vollständig befeuchtet ist. Ziehe ihn ganz langsam nach oben heraus, bis der Seifenfilm in den Ring springt. Ist dein Gefäß zu klein, bildet sich der Film zwischen Ringäußerem und Gefäßrand… und platzt meistens. Nun ziehst du den Ring durch die Luft. Tempo und Geschmeidigkeit ist wieder eine Frage des Ausprobierens. Mit einem solchen Ring haben vor allem kleinere Kinder bessere Chancen auf erfolgreiches Seifenblasen.

Wir wünschen dir viel Erfolg mit deinen Riesenseifenblasen, freuen uns über Kritik, Anregungen und deine eigenen Erfahrungen.

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Die kostengünstigere Variante

Beispielsweise freuen wir uns über Erdals Hinweis, dass das Ganze auch mit Fairy Ultra funktioniert. Also dem Original ohne Spezialduft und linksdrehendem Mondscheinwasser. Und das ist natürlich deutlich kostengünstiger als Neutralseife.

Wenn’s ganz, ganz schnell gehen soll, reicht es, Fairy Ultra mit Wasser im Verhältnis 1:10 zu mischen. Das geht dann halt irgendwie.

Wir haben auch Erdals Rezept exakt so ausprobiert:

1,5 l destilliertes Wasser
150 ml Fairy Ultra
75 g Zucker
5 g Tapetenkleister
10 g Glyzerin
1,5 g Natron
1 g Zitronensäure

Zucker in 200 ml heißem Wasser aufgelöst, Kleister in 500 ml kaltem Wasser angerührt. Beides zusammen mit den restlichen Zutaten zusammengerührt und reifen lassen. Das nicht ganz überraschende Ergebnis: Es klappt!

Bei unseren Vergleichstest mit Riesenseifenblasenlösung mit Neutralseife haben wir allerdings auch festgestellt, dass alle 10 Probanden die Mischung mit Neutralseife zwar nur geringfügig, aber immer für besser befunden haben. Nun ja, und auch wenn’s mehr kostet, bringen wir unseren Kunden natürlich die bessere Mischung mit.

Richtig ist auch, dass es zahllose weitere Rezepte mit Fairy Ultra oder Neutralseife oder weiß der Geier was gibt. Alles Möglichkeiten zum Optimieren, Experimentieren, Spielen. Da wir mit unserer Lösung sehr zufrieden und nicht auf der Suche nach dem weltbesten Rezept sind, belassen wir’s in aller Bescheidenheit vorerst bei unserem aktuellen Stand. Bis zum nächsten Anlass, etwas Neues auszuprobieren…

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65 Kommentare zu Rezept und Anwenderhinweise für Riesenseifenblasen

  • Hallo

    Die Rezepte sind prima. Das Holzgestell ist sehr praktisch.

    Zauberhafte Grüsse

    Susanne

  • suse hein sagt:

    Hallo,
    erstmal danke, dass ihr so ausführlich anleitet!
    Ist die Markebezeichnung der Neutralseife vom hüpfenden Tier? Ich habe diese nämlich ausprobiert und bin mit dem Ergebnis niht so ganz zufrieden. Hab ich doch die falsche? Alles andere hab ich nach „eurem“ 2. Rezept gemacht. Oder sind ca. 6 Stunde Ruhe noch nicht genug?
    Vielleicht habt ihr noch einen Tip für mich.
    Einen schönen Abend,
    Suse

  • Sebastian sagt:

    Hallo Suse,

    wir wollen ja keine einzelnen Firmen bewerben, aber diese Neutralseife ist gemeint.

    Ob 6 Stunden Ruhezeit unzureichend sind, kann ich dir nicht sagen, da wir unsere Lösung bisher immer wenigstens 24 Stunden haben ruhen lassen. 365 Tage Ruhezeit gehen übrigens auch. Sprich die Seifenblasenlösungsreste vom letzten Jahr funktionierten immer noch.

    Letztens durften auch wir nun die Erfahrung machen, dass trotz exakt befolgtem Rezept eine Mischung nicht funktoniert hat. Eine Woche später, gleiches Rezept, riesige Blasen. Ein bisschen Unberechenbarkeit hast du also immer dabei.

    Sebastian

  • Marie sagt:

    Ich habe den Draht ganz, ganz vorsichtig der Länge nach durch ein Polyamidseil aus dem Baumarkt geschoben und als Ring (mit Klebeband) an einem Holzstab befestigt. Das funktioniert prima und ist auch schon für kleine Kinder geeignet. Ein Baumwollseil macht sich bestimmt noch besser, weil es saugfähiger ist – hab ich aber noch nicht ausprobiert.

  • Sebastian sagt:

    Hallo Marie,

    danke für den Hinweis. Klingt nachvollziehbar und ruhige Hände dürften damit etwas Zeit sparen.

    Sebastian

  • Salomé sagt:

    Muss man die pastöse oder flüssige Variante der Seife nehmen?

  • Sebastian sagt:

    Hallo Salomé,

    wir nehmen die pastöse Variante.

    Sebastian

  • Anke Süßenbach sagt:

    Vielen Dank für die Anleitung! Wir sind gerade dabei alle Zutaten zu besorgen. Leider finden wir KEINE Neutralseife – weder flüssig noch pastös – sondern nur Neutralreiniger. Ist das das Gleiche? Wir möchten ein Kinder-Sommer-Garten-Fest feiern und dabei die Riesenseifenblasen machen. Hoffentlich kriegen wir das hin, es wäre doch sooo schön…

  • Sebastian sagt:

    Hallo Anke,

    wir haben diese Zutat auch nicht im Supermarkt gefunden, sondern im Netz bestellt: http://www.haka.de/de/neutralseife-5kg.html.

    Viel Erfolg

    Sebastian

  • Sandra sagt:

    Hallo, ich habe alles besorgt ausser die neutralseife. Die gibt es hier nirgends. Ich habe auch leider keine Zeit mehr um im netz zu bestellen da meine Tochter am Montag bereits Geburtstag hat. Habt ihr vielleicht eine SOS Möglichkeit wie ich es doch noch schaffen kann? Schmierseife? Gallseife? Spüli?

    verzweifelte Grüße
    Sandra

  • Sebastian sagt:

    Hallo Sandra,

    eine spontane Lösung zum Selber-Machen fällt mir nicht ein. Wir haben anfangs natürlich mit dem verfügbaren Spüli getestet, aber die Ergebnisse waren eben so, dass wir auf Neutralseife umgestiegen sind. Seitdem habe ich auch keine Rezepte ohne ausprobiert. Nur zwei maue Ideen: Frag mal im Bekanntenkreis, ob jemand zufällig Neutralseife hat. Oder versuch’s in einem großstädtischen Fachgeschäft für Spielwaren oder ähnliches.

    Viel Erfolg

    Sebastian

  • rudi sagt:

    ich habe kein glycerin und keinen tapetenkleister ,gibt es andere möglichkeiten????

  • Birgit sagt:

    Hallo, ich habe die Variante mit Tapetenkleister ausprobiert, 4 Stunden später habe ich schon schöne große Blasen, nur fehlt mir die schönen schillernden Farben, die Blasen sind eher milchig blass, kommt das noch, oder muss ich das andere Rezept nehmen?

  • Birgit sagt:

    Und wenn es das clyzerin sein sollte, das die schönen Farben erzeugt, kann ich dann auch ein bißchen in die 1. Lösung untermischen? Die Farben sind mir sehr wichtig.

  • Sebastian sagt:

    Hallo Rudi,

    nach anderen Möglichkeiten beziehungsweise Ersatz für Glyzerin oder Tapetenkleister habe ich nicht gefandet. Die Beschaffung von Glyzerin (Apotheke) oder Tapetenkleister (Baumarkt) stellt normalerweise kein Problem dar. Ich kann also mit keinem empririschen Wissen helfen.

    Viel Erfolg

    Sebastian

  • Sebastian sagt:

    Hallo Birgit,

    ich könnte jetzt im Netz herumsuchen und dann mit irgendwelchem theoretischen Halbwissen versuchen zu glänzen. Ehrlicherweise haben wir nie versucht, unsere Seifenblasen auf besonders schöne Farben zu trimmen. Ich kann dir folglich keine verlässliche Antwort geben. Wir machen unsere Seifenblasen auch nur nebenbei, sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden und haben folglich wenig Anlass, tiefergehend zu experimentieren.

    Die genauen physikalischen/chemischen Prozesse kenne ich nicht, brauche ich auch nicht, so lange es funktioniert und keine Gefahren davon ausgehen. Ich würde dir empfehlen, ein wenig im Netz zu recherchieren, dir eine große Portion Lösung herzustellen und dann mit kleineren Mengen zu experimentieren. Und die Ergebnisse interessieren mich selbstverständlich brennend.

    Viel Erfolg

    Sebastian

  • Mimi sagt:

    Hallo Sebastian,

    Vielen Dank für dieses Rezept :)
    Es kommt meinem alten, leider unauffindbaren von damals sehr nahe, einer zu kochenden Neutralseife-Lösung, die extrem gute, riesige und schillernde Seifenblasen produzierte. Ich werde gleich mal loslegen.

    Hallo Birgit,

    dein Problem der milchigen Seifenblasen hat sich zeitlich bedingt sicherlich schon längst erledigt: Tapetenkleister braucht meist viele Stunden um wirklich richtig klar zu werden, nach nur 4 Stunden taugt er noch nichts (außer vllt zum Tapezieren).
    Ich habe gefühlte Hektorliter einer solchen Lösung während der 80er & 90er Jahre ‚gebraut‘ (allerdins mit normalem Haushaltszucker), und es wurden immer wunderschön schillernde Blasen in allen Größen. Die Lösung hat bei mir aber auch immer mindestens 24Std gestanden, d.h. ich habe sie meistens 2 Tage vor Gebrauch gestartet (ca.25l), danach war sie erst wirklich gut.

    Schillernde Grüße
    Mimi

  • Sebastian sagt:

    Hallo Mimi,

    danke für deine Hinweise. Daumen hoch.

    Sebastian

  • maserati sagt:

    tipp für den umwickelten draht:
    ein ende des (geraden) drahtes in die bohrmaschine einspannen, das andere ende in ein rohr oder einen festen schlauch stecken. die schnur am bohrfutter befestigen, bei langsamer drehzahl schnur eng umwickeln, dabei draht langsam aus dem rohr ziehen…
    und: UNBEDINGT HANDSCHUHE TRAGEN !!!

  • Sebastian sagt:

    Daumen hoch für die Wickelvorrichtung! Allerdings geht der meditative Charakter dieser Übung dabei verloren. Das ist ja wie Slayer zum Yoga :o)

  • Britta sagt:

    Hallo zu zusammen!
    Ich muss sagen, ihr seit echt klasse. Vielen Dank für Eure Mühen, Euer wissen mit uns zu teilen. Es berührt mich, dass es solche Menschen wie Euch gibt.
    Vielen Dank

  • Sebastian sagt:

    Hallo Britta,

    vielen Dank für dein Kompliment. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Außer: Konstruktive Kritik klingt anders :o)

    Sebastian

  • Banu sagt:

    Hallo Sebastian,

    wir haben am Wochenende Sommerfest in unserer Einrichtung. Leider habe ich gar keine Vorstellung darüber, wie viel ich von dem zweiten Rezept machen muss, dass es so für ein paar Stunden und einige mehrere experimentierfreudige Kinder reicht… :)

    Wäre also super, wenn du da so ne Einschätzung machen könntest..

    Vielen Danke

  • Sebastian sagt:

    Hallo Banu,

    ohne Länge und Umfang eurer Party zu kennen, würde ich sagen: 5 Liter reichen. Machst du also 10 Liter, bist du auf der sicheren Seite und hast hinterher noch etwas übrig. Das Zeug ist haltbar.

    Viel Spaß

    Sebastian

  • Christoph sagt:

    Hallo Sebastian,

    worin genau bereitet ihr die Lösung zu?
    Wie füllt ihr diese ab und worin genau lagert ihr die Lösung sodass man sie bequem und ohne große Schaumbildung verwenden kann?

    Viele Grüße
    Christoph

  • Sebastian sagt:

    Hallo Christoph,

    deine Fragen sind intimer, als du dir denken kannst :o) Den Zucker löse ich in einem stinknormalen Kochtopf. Dann kippe ich meine Schlüpper in den Kleiderschrank und in genau dieser Plastikkiste mixe ich die restlichen Zutaten. Dann fülle ich sie mittels Trichter in die Kanister, in denen vorher das destillierte Wasser war. Weder schöpfe ich den Schaum ab, noch unternehme ich irgendwelche speziellen Vorkehrungen beim Transport. Das könnte durchaus noch eine Möglichkeit zum Optimieren sein. Der meiste Schaum entsteht meiner Erfahrung nach jedoch beim eigentlichen Blasen-Machen, wenn beim Eintauchen gerührt wird. Meine wichtigste Schaumprävention ist also die freundliche Einweisung ins Blasen-Machen.

    Alles klar?

    Sebastian

  • Christin sagt:

    Hallo,
    ich will auch in den nächsten Tagen mal ein Rezept ausprobieren, hab mich aber noch nicht für eins entschieden vonden beiden entschieden…
    Ich tendiere ja eher zum Traubenzucker-Rezept, weil wir den noch da haben und ich Glycerin erst besorgen müsste. Im Internet hab ich aber viel gelesen, dass Seifenblasen ohne Glycerin nicht so gut funktionieren…Gab es Qualitätsunterschiede zwischen den Rezepten?
    Außerdem wollte ich nicht die teure Neutralseife kaufen und hab deshalb Kernseife geraspelt und in heißem Wasser aufgelöst. Hat da jemand Erfahrung mit, ob das auch funktioniert?
    Danke im Vorraus :D
    LG Christin

  • Sebastian sagt:

    Hallo Christin,

    wir haben keine Qualitätsunterschiede feststellen können, die sicher von den unterschiedlichen Rezepten abhängen. Sprich: Mal lag’s (wahrscheinlich) am Wetter, mal (wahrscheinlich) an nicht ganz genauer Zubereitung, mal (wahrscheinlich) an den Teilnehmern… Ob geraspelte Kernseife funktioniert, weiß ich überhaupt nicht. Aus dem Bauch heraus: Ich würde befürchten, dass es den Aufwand nicht wert ist. Ganz nebenbei schadet es nicht, etwas Neutralseife im Haushalt zu haben.

    Viel Spaß, viel Erfolg

    Sebastian

  • Kerstin sagt:

    Hallo,

    ich habe das Rezept mit dem Tapetenkleister ausprobiert und es hat 2 Tage lang wunderbar funktioniert. Deswegen habe ich in meinem Überschwang gleich 10l für unser Sommerfest am We angesetzt. Allerdings funktioniert meine erste Testlösung jetzt nicht mehr, und ich weiß nicht woran das liegt? muss man die Seifenlauge auf eine bestimmte Art lagern? (die Testlösung stand offen rum) oder darf man nicht soviel mit den Händen darin rumrühren? (habe auch Blasen mit meinen Händen gepustet) und kann ich die Lösung irgendwie wieder funktionstüchtig machen.

    bin für jeden Tipp dankbar ;)
    Grüße
    Kerstin

  • Sebastian sagt:

    Hallo Kerstin,

    danke für deine guten Fragen… die mich zugegebenermaßen überfragen. Wir lagern die Seifenblasenlösung in verschlossenen 5l-Behältern. Je sauberer die Lösung bleibt, desto besser. Wenn sie offen steht, sammelt sich mit der Zeit natürlich Staub darin. Wie viel? Keine Ahnung, aber 2-3 Tage dürfte da nichts ausmachen. Menschliche Hände sind immer dreckig und fettig, das könnte auch ein Grund sein. Wirklich null Ahnung oder Idee habe ich, wie du deine Lösung wieder funktionstüchtig machen kannst. Wenn du am letzten Wochenende geblasen hast, könnten die unbefriedigenden auch am heißen Wetter gelegen haben. Also, wenn möglich, bei niedrigeren Temperaturen noch einmal probieren. Tut mir leid, mehr fällt mir dazu nicht ein.

    Sebastian

  • Daniela sagt:

    Hallo,

    ich habe die Mischung mit dem Tapetenkleister probiert und auch schon den zweiten Tag stehen lassen.

    Also.
    Bei den kleinen Blasen ist es gar kein Problem dass diese funktionieren. Also mit dem Pusteteil das man so kennt.

    Ich habe dann einen alten Drahtkleiderbügel genommen, ihn geformt und mit viel Wolle umwickelt. Leider werden die Blasen nichts. Ich bekomme sie zwar in den Ring aber dann platzt sie mir eigentlich gleich wieder.

    Woran kann das liegen? Zu großer Ring?

    Wie groß sind Eure Blasteile denn so?

    Danke schon mal für die Antwort.

    DANIELA

  • Sebastian sagt:

    Hallo Daniela,

    danke für deine Hinweise und Fragen. Wir benutzen das Gestell mit fertigem Ring eigentlich nur noch für die Teilnehmer, die motorisch mit den Holz-Wollfaden-Gestellen nicht klarkommen… also normalerweise die jüngsten. Unsere Ringe sind ca. 25 cm im Durchmesser, die Holz-Faden-Gestelle etwa 30 cm bis 70 cm im Durchmesser.

    Natürlich liegt es an der Größe des Rings, wenn die Oberfläche nicht hält. Aber für welchen Durchmesser deine Lösung unter welchen Wetterbedingungen geeignet ist, kann ich dir mittels Ferndiagnose natürlich nicht beantworten. Ich habe mich auch nicht eingehend als Physiker oder Chemiker mit den genauen Prozessen beschäftigt und will auch nicht so tun, als ob. Also selbst vor Ort bei dir könnte ich die Lösung nicht trinken und sagen: Oh, das ist der Tapetenkleister von OBI, der funktioniert nicht…

    Tut mir leid, aber da wirst du um weiteren Versuch und Irrtum wohl nicht herumkommen. Probier mal ein Holz-Faden-Gestell, probier’s mal bei anderem Wetter, rühr deine Lösung noch einmal durch oder koche dir ggf. eine neue.

    Viel Erfolg

    Sebastian

  • Daniela sagt:

    Hallo
    Könntest Du mit bitte Bilder von Euren Ringen senden oder eine Anleitung wie ihr sie bastelt?
    Meine Mäuse sind erst 2. Deswegen brauche ich Ringe.
    Wie ist denn die Konsistenz der richtigen Lauge? So flüssig wie die gekaufte oder eher so fest wie ein Joghurt?
    DANKE

  • Sebastian sagt:

    Hallo Daniela,

    Seifenblasenringeso sehen unsere Ringe aus. Wir machen aus Zaundraht einen Ring mit etwa 20 bis 30 cm Durchmesser, den wir in einem Bambusstab befestigen. Anschließend umwickeln wir ihn in einer meditativen Übung mit saugfähiger Wolle. Natürlich wir knoten die an den Enden zu.

    Unsere Lösung hat eine Konsistenz ungefähr wie Spülmittel. Die Konsistenz gekaufter Riesenseifenblasenlösung kenne ich nicht. Im Vergleich zum Pustefix ist unsere etwas zähflüssiger, aber längst nicht wie Joghurt.

    Sebastian

  • Evi sagt:

    Hallo, kann man statt Wolle nicht einfach schmale Streifen eines alten Shirts bei den Ringen darüberwickeln? Das ginge schnell!
    Evi

  • Sebastian sagt:

    Die Idee leuchtet mir ein. Empirische Erfahrungswerte wären natürlich wünschenswert. Vielleicht habe ich mal Bock, das auszuprobieren. Aber die Ringe sind bei mir eh nur zweite Wahl gegenüber den Holz-Wollfaden-Gestellen.

    Sebastian

  • jula sagt:

    wir haben die Drahtringe (für die Kleinsten) mit dicken Schnürsenkeln überzogen, das ging flott und klappt super.

  • Sebastian sagt:

    Hallo Jula,

    das klingt nach einer sehr brauchbaren Idee, wenn dicke Schnürsenkel vorhanden sind. Danke für den Tipp.

    Sebastian

  • Hans sagt:

    Hallo zusammen!

    vielen dank für die umfangreichen Tipps, eure Rezepte wandern nach Italien: ich werde es mit Tapetenkleister, Spüli und normalem Zucker versuchen da es hier weder Neutralseife noch Traubenzucker gibt!!

    Grazie mille e saluti da Firenze,

    Hans

  • Sebastian sagt:

    Ciao Hans,

    grazie anche. Devi ordinare il Neutralseife sul internet comunque. Ich habe den Spüli-Versuch hinter mir und habe mich hinterher für die Neutralseife entschieden. Lass sie dir halt nach Italien schicken. Lo zucchero non é il problema.

    Buona Fortuna

    Sebastian

  • Erdal sagt:

    Hi,

    das mit der Netralseife ist aus meiner Sicht ein guter Marketinggag!!
    Ich habe es selber angerührt…
    Es war OK würde ich sagen…
    Die restlichen 2 Litem vom Vorjahr kann ich nun kommplett wegkippen weil es überhaupt nicht mehr funktioniert.

    Was am besten Funktioniert sind die Rezepte mit Spülmittel..

    ***!!!!Nun ganz wichtig!!!!***
    Das geht „nur“ mit Fairy Ultra (Die grüne ohne spezialduft)

    Die „normalen“ Spülmittel sind nicht geeignet dafür.

    Im Netz gibt es viele Rezepturen und auch eine Erklärung warum es fast nur mit Fairy Ultra geht

    http://soapbubble.wikia.com/wiki/Soap_Bubble_Wiki

    Gesterm im Kaufland gekauft => 450ml, 1,25€

    Grüße
    Erdal

  • Sebastian sagt:

    Hallo Erdal,

    danke für die Hinweise. Das hilft doch weiter…

    Sebastian

  • Erdal sagt:

    Bitte Sebastian.

    Was ich gestern angerührt habe:

    1,5l destilliertes Wasser (Regenwasser abgekocht tut es wohl auch)
    150ml Fairy Ultra
    75 gr Zucker
    5 gr Tapetenkleister (Methylan klassisch)
    10 gr Glyzerin
    1,5 gr Natron
    1 gr Zitronensäure

    Ich habe den Zucker in 200ml heißem Wasser aufgelöst.
    Den Tapetenkleister habe ich separat in etwa 500ml kaltem Wasser angerührt.
    Dann alles zusammen und den Rest dazu.
    Habe es noch gestern kurz ausprobiert: Mit einem einmaligen eintauchen hatte ich unzählige Seifenblasen.

    Ich habe mir verschiedene Rezepte angeschaut und nach Gefühl etwas ausprobiert.

    Ein paar Anmerkungen:
    Natron, Zitronensäure ist glaube ich drin wegen dem PH Wert (Farbenspiel)

    Zucker soll man angeblich nicht verwenden:
    http://soapbubble.wikia.com/wiki/Ingredients

    Dafür wird Guarkernmehl E-412 für wichtig erachtet(Reformhaus etc.) http://soapbubble.wikia.com/wiki/Guar_Gum

    Bin noch in der Probierphase…
    Aber das erste Ergebnis ist schon sehr sehr gut

    Grüße
    Erdal

  • Sebastian sagt:

    Hallo Erdal,

    gleich nochmal danke… Erfreue uns bitte mit deinen eigenen Erfahrungen, damit nicht der Einruck entsteht, dass das Verschleudern von Links eine Art Marketinggag wird :o) Ich hab’s auf dem Schirm, bei Gelegenheit mal eine Mischung ohne Neutralseife zu machen.

    Sebastian

  • Mathias sagt:

    Hallo Sebastian,
    vielen Dank für das Rezept…
    Nutzt du pures Glyzerin, also 100%?
    Wir fahren nach Finnland dort habe ich bisher immer nur von 85%-igem gelesen als ich grade im Internet suchte…

    Danke nochmal.
    Grüße

    Mathias

  • Sebastian sagt:

    Hallo Mathias,

    auf meiner Flasche steht auch 85%. Das funktioniert bei mir. Der Apotheker hatte mir etwas über Verdünstung und Konzentration von Glyzerin erklärt. Falls ich es verstanden hatte, habe ich’s inzwischen erfolgreich vergessen.

    Gute Fahrt und viel Erfolg

    Sebastian

  • Sebastian sagt:

    Hallo Erdal,

    ausprobiert, für gut befunden und in unsere Anleitungen und Hinweise eingefügt.

    Vielen Dank

    Sebastian

  • Kevin sagt:

    Hallo!

    Ich habe beide Rezepte ausprobiert. Keines hat auch nur halbwegs Seifenblasen produziert. Ich habe nicht die HAKA Neutralseife pastös genommen sondern eine andere Marke. Mag es daran liegen? Oder muss die Flüssigkeit (habe beide ausprobiert) erstmal einige Stunden stehen und wird dann besser? ich habe nichtmal kleine Seifenblasen busten können…

  • Sebastian sagt:

    Hallo Kevin,

    meine Erfahrung ist tatsächlich, dass sich mit HAKA Neutralseife und Fairy Ultra gute Seifenblasenlösungen herstellen lassen. Das schließt sicher nicht aus, dass es auch mit anderen Produkten funktioniert :o)

    Sebastian

  • Elso sagt:

    Hallo Erdal,
    gerne möchte ich zum Geburtstag meiner Enkeltochter Seifenblasen zeigen. Nun sind mehrere Rezepte oben genannt.Aber welches sollte ich nehmen? Alle scheinen zu funktionieren. Vielleicht kannst Du mir dazu einen Tip geben.
    Beste Grüße
    Elso

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