Als erleb-bar setzen wir seit Herbst 2008 Mitmach-Programme für Kinder und Erwachsene um.
Wir wollen hier unsere Arbeitsweisen darlegen und unsere aktuellen Projekte oder Projektideen vorstellen. Und damit gleichzeitig um deine oder Ihre Unterstützung bitten und zur Mitwirkung einladen. Wir würden uns freuen, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen.


Einen Kescher selbst bauen und damit auf Forschungstour gehen. Mit selbst gebauten Bällen Jonglieren lernen. Gute Gesellschaftsspiele spielen oder Alltagsgegenstände in Sportgeräte verwandeln.
Es sind ganz kleine, alltagstaugliche Dinge, mit denen wir versuchen, unsere Welt ein bisschen schöner zu machen. Mit denen wir unterschiedliche Menschen zusammenbringen. Unabhängig vom Alter, der Herkunft oder der Länge der Fingernägel.
“Endlich hatten die Kinder freie Zeit, weil die Erwachsenen mit Puppen Basteln beschäftigt waren.”
Vater auf dem Sommermärchenfest 2009
Puppenwerkstatt zum Sommermärchenfest im Connewitzer Stadtgarten
Erwachsener Mann baut rosa Pudel aus Plüschdraht.
In Zusammenarbeit mit dem evangelischen Schulzentrum Muldental, Juli 2009
Mit unseren kleinen und großen Teilnehmern gestalten wir gemeinsam Zeit. Ob mit Bauen, Sport oder Spielen. Mit Zirkus, Theater oder Musik. Mit Wörtern, Tanz, Kunst oder mit Naturwissenschaft. Je nachdem, was Veranstalter und unsere Teilnehmer sich wünschen.
Unser eigener und der Gestaltungswille unserer Teilnehmer, die Lust daran, die verfügbare Zeit zu nutzen, Neues auszuprobieren und Ideen zu Wirklichkeit zu machen, sind unser Ausgangspunkt. Dort versuchen wir anzuknüpfen, denn wir verstehen uns nicht als Bespaßungsprogramm. Wer keine Lust hat, wird von uns nicht bedrängt.
Haben Teilnehmer denn immer Lust? Natürlich wollen nicht alle Besucher oder Gäste einer Veranstaltung. Aber stets wollen ausreichend viele einzelne ihre Zeit nutzen und gestalten. Das ist jedenfalls unsere eindeutige Erfahrung. Wir haben ganz einfach keinen Anlass, den Gestaltungswillen anderer Menschen zu bezweifeln.
Löwe spielt mit.
Im Auftrag des Ökolöwen und in Zusammenarbeit mit dem evangelischen Schulzentrum Muldental, Juni 2010
Zeit ist nicht zum Totschlagen da und Kultur nicht zum bloßen Konsumieren. Sicher: Ins Theater zu gehen, Musik zu hören oder sich vor der Glotze zu lümmeln, hat alles seine Berechtigung.
Aber mit uns erleben unsere Teilnehmer den anderen Reiz, selbst Dinge zu machen, selbst Kultur zu schaffen. Unsere Programme jedenfalls sind nicht zum puren Beklatschen da. Geht auch gar nicht, schließlich brauchen wir die Hände frei zum Selbst-Machen.
“Zum Kindertag keine Animation, die nur Konsumieren und ‘Ich mach’ euch mal was vor und ihr dürft euch freuen’ bedeutet! So hatten wir uns das vorgestellt.”
Betreuerin bei den Regenbogenkindern
Den Dauerregen nicht zum Problem erklärt, sondern als Chance genutzt. Mit dem Kindergartenteam haben wir entschieden, draußen Sport zu machen.
Juni 2010
Was herauskommt, sind erstaunliche Ergebnisse. Immer wieder neu und immer wieder anders. Rosa Pudel aus Plüschdraht von einem erwachsenen Mann. Eine seltene Köcherfliegenlarve unter dem Mikroskop. Opas strahlendes Gesicht, wenn er seinem Enkel seine neuen Jonglierkünste vorführt. Oder der Ruhm, Papa beim Brettspiel besiegt zu haben.
Eine grundsätzlich optimistische Haltung gegenüber Menschen, Dingen und Situationen gepaart mit realistischer Selbsteinschätzung ist eine erfolgversprechende Haltung zur eigenen Lebensführung. Egal, ob es um Berufswünsche, Familienplanung oder Staubsaugen geht. Nach diesem Grundsatz planen wir unsere Programme und setzen sie um. Und genau das lassen wir unsere Teilnehmer spüren.
Parcoursspiele zum Sportfest im evangelischen Schulzentrum Muldental
Umgesetzt als Warmhaltestation für die Schüler zwischen den unterschiedlichen Disziplinen, Juni 2009
Das muss nichts Überragendes sein, mit dem sich Menschen Selbstvertrauen holen. Aber es entsteht jedes Mal etwas Besonderes und das verdammt gute Gefühl am, im und durch den Schaffensprozess wird erlebbar.
Dabei reitet uns kein überzogener Idealismus. Wir wollen nicht die Welt retten, sondern vor Ort und in der besonderen Situation handeln.
Wir verfolgen keine abgehobenen, hehren Ziele, sondern erledigen in allererster Linie unseren Job: Für unsere Auftraggeber und mit unseren Teilnehmern tatsächlich eine Bereicherung zu sein.
Mit Bauen, Spielen, Sport und Zirkus, Juli 2010