Sebastian
Ich bin derjenige, der zufällig die Regeln kennt.
Meine Spielerkarriere begann in der frühen Kindheit. Meine Eltern führten eine Dorfkneipe in der Nähe von Kassel. Dort traf sich meine Oma mütterlicherseits regelmäßig mit ihren Rentnerfreunden, um Karten zu kloppen.
Besonders prägend für mich war der 80-jährige Kaspar, der sein frisch gezapftes Nachmittagsbier mit einer Art Tauchsieder erwärmen musste, weil sein Magen die Kälte nicht ertragen hätte. Der Spieleinsatz, 3 Groschen pro Mitspieler, wanderte stets in die Taschen meines Opas väterlicherseits.
Beruhigend für mich ist, dass ich bis jetzt keine Therapie wegen Spielsucht brauchte. Dabei stellen sich meinen Pateneltern noch heute die Nackenhaare auf, wenn sie nur Heimlich & Co hören. So oft mussten die beiden das mit mir spielen.
Irgendetwas habe ich immer gespielt. Gewandelt hat sich mein Spielverständnis aber mit der Geburt meiner beiden Kinder. Seitdem richten wir unser Augenmerk auf Spiele, die wir zusammen spielen können. Ohne dass die Kinder heillos überfordert sind oder wir Erwachsenen uns zu Tode langweilen.
Dabei habe ich gelernt, dass das Zutrauen in Kinder viel nützlicher ist, als ihnen irgendein Können zu unterstellen. Und wie es sich anfühlt, regelmäßig gegen Kleinere zu verlieren. Diese Erfahrungen prägen meine Spiel-Angebote und das Spiele-Konzept an der erleb-bar.
Geboren wurde ich im September 1977 in Calden, also dort, wo meine Eltern die erwähnte Dorfkneipe am Abzweig zum Flughafen hatten. Nach meinem Abitur zog ich 1997 nach Leipzig, um hier Kommunikationswissenschaft zu studieren.
Nach der Geburt meiner Tochter 2002 widmete ich mich intensiv der Kinderbetreuung. 2004 kam mein Sohn hinzu. Statt mein Studium zu beenden, habe ich mich Anfang 2008 selbstständig gemacht. Mit der erleb-bar bin ich seit Oktober 2008 unterwegs. Von Zeit zu Zeit arbeite ich nebenbei als Sozial- und Marktforscher.
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