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Gemüse veredeln – Grundrezept für Grünkohlchips

Grundrezept für Grünkohlchips – In den OfenGrünkohl ist vitamin- und ertragreich. Manchmal ist er so ertragreich, dass wir bei unserem Gemüselotto in der Verteilstation stehen mit der berechtigten Frage: Wie tragen wir diesen Grünkohlberg ab? An anderer Stelle habe ich den Überschuss in Teig eingewalzt und als Nudeln haltbar gemacht. An dieser Stelle röste ich meinen Grünkohl zu Chips.

Mein Obersuperbiogrünkohl vom Acker und aus dem Eigenanbau möchte gründlich gewaschen und verlesen werden. Vergammelnde oder vergilbte Stellen und Belag von der weißen Fliege oder anderes Getier bleiben nicht aus. Ich nehme mir gern die Zeit, mein Lebensmittel sorgsam zu begaffen. Das steigert seinen Wert, macht es aber bei aller Zuwendung nicht 100% vegetarisch.

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Grundrezept für Grünkohlchips – ZutatenFür Grünkohlchips nehme ich

einen Berg Grünkohl,
Salz, Pfeffer, Olivenöl
und Küchenrolle

sowie

Messer, Brettchen, Topf, Kochlöffel oder Kelle, Pfanne und Kochplatte oder Backblech und Ofen und Schraubgläser mit großer Öffnung.

Grundrezept für Grünkohlchips – Strunk entfernenNach dem Waschen entferne ich den Strunk. Ich schneide ihn heraus oder pflücke die Blätter ab. Unerwünschte Pflanzenteile wandern in den Kompost, erwünschte Blätter in einen großen Topf, Strünke in die Nudelmaschine.

Die erwünschten Blätter zerpflücke ich in ungefähr mundgerechte Stückchen. Gern auch etwas größer, die fallen beim Trocknen noch zusammen, verlieren also an Volumen. Im großen Topf würze ich nach Lust und Laune. Da es sich bei Grünkohlchips* um Kochen für Fortgeschrittene und Selbstdenkende handelt, gibt’s von mir keine Mengenangaben dazu. Du kannst sie also so bunt und intensiv würzen, wie du Bock hast.

Grundrezept für Grünkohlchips – Im Topf umrührenSie sind als Häppchen, nicht als massenhafte Sättigungsspeise gedacht. Der Salz- und Schärfefaktor lässt sich also problemlos beim Naschen regulieren. Die Blätter sollen großzügig mit Öl bedeckt sein, bevor sie getrocknet werden. Dazu rühre ich die gewürzten und geölten Blätter tüchtig um im großen Topf.

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Grundrezept für Grünkohlchips – Trocknen in der PfanneZum Trocknen bieten sich 2 Verfahren an: Entweder die Blätter kommen in eine Pfanne und brutzeln trocken. Oder sie kommen auf ein Backblech, sicherheitshalber gegen Ankleben mit Backpapier, und wandern in den Ofen. In beiden Fällen plane ich 20 bis 30 Minuten bei etwa 140°C ein.

Grundrezept für Grünkohlchips – Getrocknet im OfenZwischendurch mal umrühren und dabei den Ofen lüften.

Meine Zielvorgabe: Die Grünkohlblätter sollen trocken und knusprig werden. Farblich sind die dann dunkelbraun bis immer noch grün.

Grundrezept für Grünkohlchips – Auf Küchenrolle abkühlenAnschließend kommen sie heiß und fettig auf ausgelegte Küchenrolle. Dort lassen sie sich das überschüssige Öl absaugen und kühlen kurz ab. Dann fülle ich sie zügig in Schraubgläser ab und verschließe diese Gläser dicht. Die salzigen Chips neigen dazu, Luftfeuchtigkeit anzuziehen und weich zu werden. Übermundgerechtgroße Öffnungen der Gläser erleichtern die Abfüllung.

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Grundrezept für Grünkohlchips – Abfüllen ins GlasIch nasche meine Grünkohlchips meistens innerhalb von 3 bis 4 Wochen weg. Aussagen zur Haltbarkeit sind aus meiner Sicht erfahrungsgemäß überflüssig. Zu guter Letzt möchte ich nicht darauf verzichten, auf den entscheidenden Nachteil von Grünkohlchips hinzuweisen. Der Energieverbrauch ist unerfreulich hoch. So ist das beim Selbermachen manchmal: Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Ich gönne mir also die Chips. Am besten haltbar ist der Grünkohl aber in der Erde aufgehoben. Und ich ernte den dann frisch nach Bedarf.

Ich wünsche dir trotzdem viel Spaß und Erfolg bei deinen Grünkohlchips. Über deine Korrekturen, Erfahrungsberichte und besseren Ideen würde ich mich freuen. Guten Appetit.

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