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Aus der Pestowerkstatt – Taglilienpesto

Taglilienpesto - TaglilienDie Taglilie war einst im Jahre 2016 meine Gartenentdeckung des Jahres. Ich kannte zwar die Pflanze und mochte schon ihre Blüten. Aber dass sie auch essbar und durchaus schmackhaft ist, wusste ich vorher nicht. Nun ist meine Erfahrung so, dass es nicht so schwierig ist, neue essbare Pflanzen kennenzulernen.

Spannender und nachhaltiger finde ich die Frage, wie ich solches Grünzeug dauerhaft und nicht nur als kurzes Strohfeuer auf meinen Speiseplan bekomme. Dafür ist Pesto aus Taglilien eine willkommene Abwechslung, um den Würgereiz der gesunden Ernährung zu umgehen.

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Für Taglilienpesto nehme ich

500 g Taglilien,
1-2 Knoblauchzehen,
150 ml Olivenöl,
Pfeffer und Salz sowie

Schere und Eimerchen zum Ernten, Sieb, Handtuch, Waage, Messer, Brettchen und einen Mixer.

Taglilien* haben für mich als Freund des Easy Gardenings einige Vorteile: Sie sind robust und mehrjährig, breiten sich aber kaum aus. Das heißt, ich kann sie sehr entspannt kultivieren ohne großen Aufwand. Und als Bonus zur Essbarkeit gibt’s ab etwa August schöne Blüten oben drauf.

Taglilienpesto - Ernten mit SchereVorzugsweise ernte ich die ganz frischen Triebe, die je nach Witterung ab März aus dem Boden kommen. Die schneide ich mit einer kleinen Schere direkt über dem Boden ab, so dass die Pflanze neu austreibt und ich bis etwa in den Mai mehrfach ernten kann.

Diese jungen Triebe schnippel ich mir in den Salat oder dünste beziehungsweise gare sie als Beigemüse.

Taglilienpesto - Verlesen im GartenWenn das Jahr voranschreitet, werden die Triebe fester, zäher und sie verlieren an Geschmack. Etwa ab April nehme ich die Taglilie dann eher für Püriertes, in diesem Fall Pesto*.

Dafür verlese ich die geernteten Triebe noch im Garten: Ich entferne die äußeren Blätter und schneide vergilbte Spitzen ab.

Taglilienpesto - SchichtenWenn das Wetter nicht zu regnerisch ist, sammelt sich in den lauchartigen Schichten der Taglilien kaum Erde an. Das Waschen macht entsprechend wenig Mühe, ein kurzer Kontrollblick in die Winkel der Taglilie reicht aus. Die letzten Erdreste schiebe ich einfach heraus.

Taglilienpesto - Blätter schneidenDann schneide ich die Blätter in etwa 2-3 cm lange Häppchen, um dem Mixer* die Arbeit zu erleichtern. Ich habe einmal die Festig- und Zähigkeit der älteren Taglilienblätter unter- und die Brutalität meines Mixers überschätzt. Das macht dann wenig Spaß.

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Ich gebe normalerweise nur Knoblauch, etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer hinzu. Die Mengenangaben oben sind natürlich nur eine Orientierungshilfe. Mich erinnern die Taglilien geschmacklich an Erbsen, diesen Geschmack will ich weitgehend erhalten. Deshalb verzichte ich auf weitere Zutaten, beispielsweise Käse oder gemahlenes Vogelfutter wie Cashews oder Sonnenblumenkerne.

Taglilienpesto - Salz in den MixerIm Mixer püriere ich das Pesto bis zur gewünschten Feinheit. Keinen Fehler machst du, wenn du die Taglilien je nach Gesamtmenge schrittweise nach und nach einfüllst und zerhäckselst. Dann greift der Mixer besser. Unter Umständen gebe ich etwas mehr Öl hinzu. Dann greift der Mixer noch besser.

Bisher habe ich die Taglilien immer zum Direktverzehr verarbeitet. Zur Haltbarkeit möchte ich mich auf diese Position zurückziehen: „Ich mache nie Voraussagen und werde das auch niemals tun.“

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Taglilienpesto - Fertiges PestoZum selbst gemachten Pesto drängen sich selbst gemachte Nudeln auf. Auch in meiner Leipziger grünen Soße machen sich ein paar Taglilien ganz gut. Ich wünsche dir viel Erfolg und Spaß beim Pimpen deines Speiseplans mit Hasenfutter*.

Über deine Erfahrungsberichte, Korrekturen, Ergänzungen und besseren Ideen würde ich mich freuen.

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